Zweistufiger Wettbewerb:
Ausstellung „Kunst in der Tiefe“

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Die Ausschreibung ist bereits abgeschlossen!

Das Pi-Haus ist ein soziokulturelles Zentrum in Sachsen, das seit 1998 jährlich Kunstprojekte durchführt (über langjährige Erfahrung mit der Durchführung von Kunstprojekten verfügt) und anerkannter Träger der Jugendarbeit ist. Die Ausstellung „Kunst in der Tiefe“ ist ein Projekt des Pi-Hauses Freiberg in Zusammenarbeit mit dem Schau- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ und der
ar2vis projektentwicklung“ Basel.
Künstler, die sich für dieses Ausstellungsprojekt mit Arbeiten und Ideen bewerben, erhalten die Möglichkeit ihre Arbeit an einem ungewöhnlichen Ort zu präsentieren:
150m tief unter der Erde und/oder im obertägigen Umfeld des Schachtes einer ehemaligen Silbergrube.
Thema: Endlichkeit von Ressourcen - Nachhaltigkeit ihrer Nutzung.
Inhalt und Ort der Ausstellung verknüpfen die Bereiche Kunst und Wissenschaft sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Thema Energie und Ressourcen. Ressourcen (Silber) verdankte die Stadt Freiberg historisch ihren Aufschwung und die Veränderung im Umgang mit Ressourcen prägt die Stadt in der Gegenwart. Es sind keine formalen Kriterien für die Kunstwerke vorgesehen. Die Kunstwerke sollen die natürlichen Gegebenheiten des Ausstellungsortes beachten oder einbeziehen und mit den vorhandenen finanziellen Mitteln umgesetzt werden können. Ziel ist, die Besucher auf einer emotionalen Ebene für ein eher abstraktes Thema zu interessieren.
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Ausstellungsbedingungen:

Als Ausstellungsfläche können folgende Örtlichkeiten vorgeschlagen werden:

Die geplanten Objekte dürfen die allgemein vorgesehene Nutzung (Schaubetrieb) des Ausstellungsortes nicht behindern. Es ist zu beachten, dass die Teile einer untertägigen Installation über den Schacht ins Bergwerk verbracht werden müssen. Die Größe des Förderkorbes beträgt 80 x 150 x 200 cm (Breite, Tiefe, Höhe).

Folgende Medien können gegebenenfalls genutzt / bereitgestellt werden:

Bei Bedarf kann mit konkreten Vorstellungen / Angaben über die Projektleitung ein Kontakt zum stellv. Leiter der Grube vermittelt werden.
Sicherheitstechnisch sind die Objekte entsprechend den Bedingungen eines Bergwerkes zu gestalten.

Die Kunstwerke sind einer relativen Luftfeuchte von über 90% ausgesetzt. Stellenweise tritt Tropf- und Sickerwasser auf. Für daraus resultierende Veränderungen an den Kunstwerken, z. B. bei Papier, Eisen etc kann keinerlei Haftung übernommen werden. Solche Bedingungen sind bei der Planung und Umsetzung der Kunstwerke einzukalkulieren. Elektrische Installationen müssen Feuchtraumbedingungen genügen.

Die Kunstwerke sind während des Zeitraumes der Ausstellung nicht ohne Begleitung zugänglich und deshalb vor Diebstahl und Vandalismus relativ gesichert. Eine Versicherung der Ausstellungsstücke ist nicht vorgesehen.

Es wird empfohlen im Rahmen einer allgemeinen Führung die möglichen Ausstellungsflächen zu erfahren (besichtigen). Für die Besichtigung der ehemaligen Versuchsstrecke ist eine Anmeldung erforderlich, da die allgemeine Führung diesen Bereich nicht berührt.

Die Ausschreibung erfolgt in zwei Stufen

1. Stufe Ideenskizzen
Die Ideen können auf drei DIN A4 Seiten (nur Vorderseite) bildlich und/oder textlich dargestellt werden. Je Einreicher sind maximal 2 Vorschläge (getrennt eingereicht) zugelassen. Der Lebenslauf und künstlerischer Werdegang sind auf einer gesonderten DIN A4 Seite dargestellt einzureichen. Weiterhin ist unbedingt das für die Bewerbung im Internet vorhandene Formblatt auszufüllen und dort abzusenden.
Eine vollständige Bewerbung enthält somit dieses im Internet abgesandte Formblatt und vier DIN A4 Seiten - sowie einen frankierten Rückumschlag. Bewerbungen ohne Rückumschlag werden nicht zurückgesendet und abweichende Bewerbungen nicht akzeptiert. Die Einreichung erfolgt bis zum Sonnabend, 01. März 2008 (Poststempel) im Pi-Haus.
Bis zum 16. März 2008 werden von der Jury 10 Künstler ausgewählt.
Diese 10 Künstler werden mit ihren Entwürfen im Katalog dokumentiert.

2. Stufe Umsetzungskonzept
Die ausgewählten 10 Künstler werden zu einem Vororttermin eingeladen.
Mit ihnen wird eine Vereinbarung geschlossen, auf deren Basis nach einem Abgleich der technischen und finanziellen Möglichkeiten sie ihre Umsetzungskonzepte (z.B. Modelle) bis zum Montag, dem 14. April 2008 vorlegen. Für jede in dieser Stufe weiterentwickelte Arbeit der 10 ausgewählten Künstler wird ein Aufwandsentschädigung in Höhe von 200,00 € gezahlt.
Der Projektträger behält sich vor, diese eingereichten Arbeiten in der Gesamtausstellung in geeigneter Form ebenfalls der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Aus den in Stufe zwei eingereichten Arbeiten werden je nach Art der Einreichungen und den zur Umsetzung zur Verfügung stehenden Mitteln am 26. April 2008 (Tag der Erneuerbaren Energien) mehrere Künstler ausgewählt, die mit der Umsetzung ihres Konzeptes beauftragt werden. Für die Umsetzung sind insgesamt 5.000 € vorgesehen.

In Auswertung der Ausstellung ist eine Vergabe von 1.000 € Preisgeld vorgesehen.

Bei der Auslobung der Preise werden alle Einreichungen der 2. Stufe berücksichtigt.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonnabend, dem 31. Mai 2008, statt Darstellung der ausgewählten Objekte und umgesetzten Werke im Katalog und Internet erfolgt ebenfalls ab diesem Tag.

Bewerbungsbedingungen:

Weitere Infos bei: Peter Wagler 03731/23470, E-mail: verein(at)pi-haus.de

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